Oranger Wein ist Wein aus weißen Rebsorten, bei dem die Schalen während der Mazeration ebenfalls Kontakt mit dem Traubensaft hatten. Typischerweise wird während der Weißweinproduktion der Traubensaft schnell abgepresst und von den Schalen getrennt. Die Schalen enthalten Farbpigmente, Phenole und Tannine, die in Weißweinen oft unerwünscht sind. Bei der Rotweinherstellung ist dies im Gegensatz dazu jedoch erwünscht, da diese Stoffe den Weinen Farbe, Geschmack
und Textur verleihen. Orange Weine haben ihren Namen von der leicht dunkleren orangen Färbung, welchen die Weißweine während der Kontaktzeit mit der Beerenhaut erhalten.
Man hat diese Art der Weinbereitung in heutiger Zeit nicht weiter verfolgt, da im Falle des Grauburgunders der Weißweinvom Rotwein nicht zu unterscheiden wäre. Grauburgunder hat eine leicht rötliche Schale und so würde ein Grauburgunder aussehen wie ein Rosè. Die Praxis, Weine auf diese ursprüngliche Art herzustellen, kommt aus Georgien. In den letzen Jahren hat sich diese Praxis, Weine zu keltern, zunächst bei einigen Weinbauers aus Friaul – Julisch – Ventien etabliert. Ähnlich Produkte findet man in Solwenien, Kroatien, Frankreich, Deutschland, Neuseeland und Kalifornien.
Ein sehr lesenswerter Artikel über diese Weine ist vor kurzem in der NYTimes erschienen lesen

 So entsteht ein orange wine

 

layerowwie